Home / Blog / Artikel

Lexware Office 2026: Cloud-Buchhaltung, E-Rechnung & API

Lexware Office 2026 im Praxis-Guide: Tarife, ZUGFeRD- & XRechnung-Workflows, automatische Beleg-OCR, DATEV-Datenservices und REST-API für KMU.

🤖 KI & Automatisierung Veröffentlicht am 13. Oktober 2026 | Lesezeit: ca. 16 Minuten | Autor: Pragma-Code Redaktion
Lexware Office 2026 Benutzeroberfläche mit Buchhaltungs-Dashboard, E-Rechnungs-Workflow und API-Schnittstellen

Von der schlanken Beleg-App zum vollwertigen Finanz-Betriebssystem: Mit Lexware Office (ehemals lexoffice) hat Haufe-Lexware die Buchhaltung für KMU, Selbstständige und Kanzleien grundlegend modernisiert. Angesichts der gesetzlichen E-Rechnungspflicht 2026/2027, tiefer DATEV-Datenservices und einer leistungsfähigen REST-API analysieren wir Architektur, Workflows, Kosten und Automatisierungspotenziale im Detail.

Teil unserer Themen-Hub-Serie:

Dieser Artikel ist ein vertiefender Fachbeitrag aus unserem Content-Cluster. Entdecken Sie die vollständige Übersicht auf unserer Hauptseite: KI-Automatisierung für moderne Unternehmen →

Executive Summary: Das Wichtigste auf einen Blick
  • Vollständige Cloud-Transformation: Aus der früheren Marke lexoffice ist das konsolidierte Lexware Office geworden. Die Plattform verarbeitet Buchhaltung, Fakturierung und Zahlungsverkehr vollständig im Browser und auf mobilen Endgeräten.
  • E-Rechnung als Kernkompetenz: Im Zuge des Wachstumschancengesetzes empfängt, validiert und erzeugt die Plattform strukturierte E-Rechnungen nach ZUGFeRD und XRechnung ohne manuelle Konvertierungswerkzeuge.
  • Schnittstellenoffenheit: Über die offizielle REST-API (api.lexoffice.io/v1), Webhooks und native Integrationen zu FinTech-Banken (z. B. Finom) sowie dem DATEV Rechnungsdatenservice 1.0 entfällt das manuelle Pendeln von CSV-Dateien zum Steuerberater.
Automatisierungs-Status 2026

Der Paradigmenwechsel im betrieblichen Rechnungswesen

Die Ära manueller Pendelordner, abgetippter Rechnungsbeträge und unübersichtlicher Excel-Tabellen ist im deutschen Mittelstand endgültig vorbei. Gesetzliche Vorgaben wie die stufenweise E-Rechnungspflicht und die strengen Prüfkriterien der GoBD zwingen Unternehmen zu lückenlos digitalen Workflows. Lexware Office fungiert in diesem Ökosystem nicht nur als Buchhaltungssoftware, sondern als zentrale Middleware zwischen Bankkonten, operativen Vorsystemen und der Steuerkanzlei.

1. Evolution: Vom Nischenprodukt lexoffice zum Standard Lexware Office

Die Softwarelandschaft im deutschsprachigen Finanzwesen war über Jahrzehnte hinweg durch monolithische Desktop-Installationen geprägt. Haufe-Lexware aus Freiburg gehörte mit klassischen Windows-Programmen wie Lexware buchhaltung oder Lexware warenwirtschaft zu den Pionieren der Digitalisierung für kleine und mittlere Betriebe. Allerdings brachten diese On-Premise-Lösungen fundamentale strukturelle Nachteile mit sich: Lokale Datenbanken erforderten manuelle Backups, Updates mussten jedes Jahr per Datenträger oder Software-Download eingespielt werden, und ein kollaborativer Zugriff für Steuerberater oder mobile Mitarbeiter war nur über komplexe VPN-Tunnels oder fehleranfällige CSV-Exporte realisierbar.

Mit der Einführung von lexoffice vor mehr als einem Jahrzehnt initiierte Haufe eine mutige Cloud-Transformation. Ziel war es, eine webbasierte Anwendung zu schaffen, die von Grund auf für moderne Browser, mobile Begleit-Apps und agile Schnittstellen konzipiert war. Im Jahr 2023 vollzog der Konzern die finale Markenkonsolidierung: Aus dem scheinbaren Nebenprodukt wurde der offizielle Hauptträger der Unternehmenszukunft unter dem Namen Lexware Office.

Im Jahr 2026 präsentiert sich Lexware Office als hochgradig skalierbare Multi-Tenant-Cloud-Architektur. Das System hostet Unternehmensdaten ausschließlich in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren im Bundesgebiet. Durch automatische Hintergrund-Updates entfallen Versionsbrüche und Wartungsfenster für Anwender vollständig. Für kleine Betriebe, Freiberufler, Handwerker und wachsende Agenturen bedeutet dies maximale Entlastung von IT-Infrastruktur-Aufwänden bei gleichzeitiger Garantie rechtlicher Aktualität.

1. Reine Cloud-Nativität ohne Installationsaufwand

Voller Funktionsumfang im Browser auf Mac, Windows, Linux und Tablets. Automatische Sicherung und lückenlose Versionsverwaltung ohne manuelle Eingriffe.

2. Höchste DSGVO- und GoBD-Standards im Inland

Hosting in deutschen Hochsicherheitsrechenzentren mit zertifizierter Unveränderbarkeit digitaler Belege nach den Grundsätzen der ordnungsmäßigen Buchführung.

3. Bidirektionale Ökosystem-Vernetzung

Verbindung von Online-Banking, Kundenverwaltung, Fakturierung und Kanzleisoftware in einer synchronisierten Datenumgebung ohne manuelle Zwischenschritte.

2. Die Kernmodule im Praxistest: OCR, Rechnungsstellung und Banking

Der operative Alltag im Rechnungswesen entscheidet sich an drei zentralen Engpässen: Wie schnell gelangen Eingangsbelege ins System? Wie reibungslos lassen sich Angebote in Ausgangsrechnungen umwandeln? Und wie viel Zeit kostet der tägliche Abgleich von offenen Posten mit dem Bankkonto? Im Praxistest beweist Lexware Office eine durchdachte Benutzerführung, die administrative Hürden konsequent minimiert.

Automatisierte Beleg-Erfassung mit Machine-Learning-OCR

Papierbelege oder digitale PDF-Rechnungen lassen sich per Drag-and-Drop im Browser, über eine dedizierte mobile Scan-App oder via automatische E-Mail-Weiterleitung importieren. Die integrierte Erkennungs-Engine scannt das Dokument in Echtzeit und extrahiert essenzielle Metadaten: Kreditor, Rechnungsdatum, Fälligkeit, Rechnungsnummer, Bruttobetrag sowie die angewendeten Steuersätze (19 %, 7 % oder steuerfrei). Das System lernt aus wiederkehrenden Buchungen: Wurde ein Lieferant einmal der Kategorie „Telekommunikation (Konto 4920 / SKR03)“ zugewiesen, schlägt der Algorithmus diese Kontierung bei künftigen Belegen automatisch vor.

Fakturierung: Von der Offerte zur bezahlten Rechnung

Das Fakturierungsmodul ermöglicht die Erstellung professioneller Angebote, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und Rechnungen. Ein strukturiertes Layout-Tool erlaubt die Anpassung an das Corporate Design inklusive Firmenlogo, Schriftarten und individuellen Textbausteinen. Besonders zeitsparend ist die Statuskette: Akzeptiert ein Kunde ein per E-Mail versendetes Angebot online, lässt sich dieses mit einem Klick in eine Rechnung oder Abschlagsrechnung überführen. Bei Zahlungsverzug greift ein automatisches, mehrstufiges Mahnwesen mit konfigurierbaren Mahngebühren und Verzugszinsen.

Echtzeit-Banking und PSD2-Schnittstelle

Über eine gesicherte PSD2-Schnittstelle lassen sich Bankkonten von mehr als 4.000 Kreditinstituten, Fintechs und Zahlungsdienstleistern (wie PayPal, Stripe oder Finom) anbinden. Kontobewegungen werden mehrmals täglich automatisch abgerufen. Lexware Office gleicht Gutschriften und Lastschriften eigenständig mit den offenen Posten ab. Stimmen Rechnungsbetrag und Verwendungszweck überein, wird die Buchung mit einem Klick verbucht. Skontoabzüge oder Teilzahlungen erkennt das System und verbucht sie auf die entsprechenden Konten.

Vergleich: Konventionelle Buchhaltung vs. Lexware Office Cloud-Workflow

Klassische Desktop-Buchhaltung
  • Belegverwaltung: Manuelles Sammeln von Papierbelegen im Ordner, händisches Scannen am Monatsende.
  • Kontenabgleich: Manuelles Abtippen von Kontoauszügen oder CSV-Importe mit hohem Bereinigungsaufwand.
  • Steuerberater: Physischer Pendelordner oder unstrukturierte ZIP-Archive via E-Mail.
  • Zusammenarbeit: Starre Einzelplatzlizenzen ohne gleichzeitigen Zugriff mehrerer Teammitglieder.
Lexware Office 2026
  • Belegverwaltung: Direkter mobiler Foto-Upload, automatisches OCR-Parsing und Zuordnung in Sekunden.
  • Kontenabgleich: Automatisierter Live-Bankabgleich mit KI-Vorkontierung und Skontoerkennung.
  • Steuerberater: Direkte Datenübertragung via DATEV Rechnungsdatenservice 1.0.
  • Zusammenarbeit: Rollenbasiertes Rechtesystem im Browser mit Kanzleizugriff in Echtzeit.

3. Die E-Rechnungsoffensive 2026/2027: ZUGFeRD, XRechnung & EN 16931

Mit dem Inkrafttreten des Wachstumschancengesetzes befindet sich die deutsche Wirtschaft im größten Umbruch des Abrechnungswesens seit Jahrzehnten. Seit dem 1. Januar 2025 gilt für alle inländischen B2B-Unternehmen die gesetzliche Pflicht, elektronische Rechnungen empfangen zu können. Eine einfache PDF-Rechnung per E-Mail erfüllt die gesetzlichen Anforderungen nicht mehr als E-Rechnung, da ihr der strukturierte, maschinenlesbare Datensatz nach der europäischen Norm EN 16931 fehlt. Ab 2026 und 2027 greifen schrittweise verbindliche Ausstellungspflichten für B2B-Umsätze.

Lexware Office wurde von Grund auf darauf vorbereitet, diese Transformation für Anwender unsichtbar und barrierefrei zu gestalten:

1. ZUGFeRD 2.2 / 2.3

Hybrides Format aus lesbarem PDF/A-3 und eingebettetem XML-Datensatz. Ermöglicht visuelle Prüfung bei gleichzeitiger automatischer Datenverarbeitung.

2. Reine XRechnung

Reiner XML-Standard für B2G-Vergaben und Behörden sowie B2B. Lexware Office rendert eine visuelle Druckansicht aus den Rohdaten.

3. EN 16931 Validierung

Echtzeitprüfung sämtlicher Pflichtangaben (Leitweg-ID, Steuernummern, Einheiten-Codes) vor dem Versand zur Vermeidung von Rückweisungen.

4. Automatisches Ingest-Parsing

Eingehende XML-Dateien werden ohne Zusatzsoftware analysiert; Positionsdaten fließen direkt in den Erfassungsdialog.

5. GoBD-konforme Archivierung

Sowohl das XML-Kompilat als auch die bildhafte Darstellung werden unveränderbar für 10 Jahre im zertifizierten Cloud-Speicher hinterlegt.

Ein wesentlicher Vorteil für KMU liegt darin, dass der Anwender keine XML-Kenntnisse benötigt. Beim Klick auf „Rechnung abschließen und versenden“ generiert Lexware Office im Tarif XL automatisch eine ZUGFeRD-konforme Datei. Besitzt der Kunde eine Leitweg-ID (z. B. ein öffentlicher Auftraggeber), schaltet die Software automatisch in den XRechnung-Standard um. Fehlerhafte oder unvollständige Pflichtfelder werden dem Anwender noch vor dem Versand signalisiert, was Zahlungsverzögerungen durch formale Rechnungsreklamationen effektiv verhindert.

Experten-Tipp: Leitweg-ID und Kundenstammdaten

Pflegen Sie die Leitweg-ID und die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) direkt in den Stammdaten des Kundenkontos in Lexware Office ein. Dadurch erkennt das System künftige Rechnungsläufe automatisiert und wählt ohne manuelle Intervention das geforderte E-Rechnungs-Syntaxprofil aus.

4. Nahtlose Steuerberater-Kollaboration via DATEV-Datenservices

Der traditionelle Monats- und Jahresabschluss verursachte in der Vergangenheit regelmäßig operative Reibungsverluste zwischen Mandant und Kanzlei. Belege fehlten, Rechnungsbeträge stimmten nicht mit den Buchungszeilen überein oder Kontierungsfehler mussten nachträglich mühsam per Telefon und Rückfragekorrespondenz geklärt werden. Lexware Office löst dieses Dilemma durch die offizielle Zertifizierung für die modernen DATEV-Datenservices.

📄
Cloud-Schnittstelle

1. Rechnungsdatenservice 1.0

Überträgt strukturierte Ein- und Ausgangsrechnungsdaten inklusive aller Buchungsinformationen und Steuerschlüssel direkt an DATEV Unternehmen online.

🖼️
Belegarchivierung

2. DATEV Belegbilderservice

Übermittelt die digitalen Originalbelege (PDF, Scans) und verknüpft sie dauerhaft mit dem jeweiligen Buchungssatz im DATEV-Rechenzentrum.

👥
Zusammenarbeit

3. Kanzlei-Direktzugang

Ermöglicht dem Steuerberater den kostenlosen, lesenden oder schreibenden Live-Zugriff auf die Lexware-Office-Instanz des Mandanten.

📊
Datenaustausch

4. DATEV Buchungsdatenservice

Rückübertragung der vom Steuerberater finalisierten Buchungsstapel und Journaldaten in die interne Mandantenübersicht.

Die Verknüpfung erfolgt unkompliziert über das DATEV-Authentifizierungsverfahren (DATEV SmartLogin oder DATEV SmartCard). Ist die Autorisierung erteilt, genügt am Monatsende ein Klick, um den gesamten Buchungsmonat inklusive Belegbildern zu übertragen. Dies reduziert den Kanzleiaufwand für Routineerfassungen drastisch, sodass Steuerberater sich auf wertschöpfende Gestaltungsberatung und Steueroptimierung konzentrieren können.

5. Developer-Deep-Dive: Public REST-API, Webhooks & FinTech-Sync

Für moderne Technologieunternehmen und digitalisierte Agenturen ist eine Software nur so wertvoll wie ihre Schnittstellen. Eine isolierte Softwareinsel erzeugt Medienbrüche und manuelle Fleißarbeit. Lexware Office stellt unter api.lexoffice.io/v1 eine vollwertige, dokumentierte REST-API zur Verfügung, die über Token-basierte Authentifizierung (Bearer Token) angesteuert wird.

Wichtige Endpunkte der Lexware Office API

Die API erlaubt das programmatische Erstellen, Auslesen und Modifizieren aller Kernobjekte:

/v1/contacts (Kunden- & Lieferantenverwaltung)

Ermöglicht den bidirektionalen Sync mit CRM-Systemen (HubSpot, Salesforce, Pipedrive). Stammdatenänderungen im CRM werden ohne Zeitverzug in Lexware Office reflektiert.

/v1/invoices (Rechnungs-Lifecycle)

Erzeugt fertige Rechnungen oder Rechnungsentwürfe direkt aus Webshops (Shopify, WooCommerce, Shopware) oder Individualsoftware. Unterstützt die automatische Festschreibung und PDF-Generierung.

/v1/vouchers & /v1/files (Beleg-Uploads)

Nimmt Belege aus automatisierten Rechnungs-Downloadern (wie GetMyInvoices) oder internen Dokumenten-Pipelines entgegen und lädt die dazugehörigen Belegdateien hoch.

/v1/event-subscriptions (Echtzeit-Webhooks)

Benachrichtigt externe Middleware über Statusänderungen wie invoice.status.changed (z. B. wenn eine Rechnung bezahlt wurde) oder voucher.created.

Integration in Automatisierungs-Pipelines mit n8n

In modernen B2B-Architekturen fungiert die Workflow-Plattform n8n häufig als Middleware. Dank des offiziellen oder Community-basierten Lexoffice-Nodes in n8n lassen sich anspruchsvolle End-to-End-Prozesse ohne Programmcode umsetzen:

# Beispiel: REST-Aufruf zur Abfrage offener Rechnungen via curl
curl -X GET "https://api.lexoffice.io/v1/invoices?voucherStatus=open" \
     -H "Authorization: Bearer <DEIN_API_SCHLUESSEL>" \
     -H "Accept: application/json"

Ein typischer automatisierter Workflow gestaltet sich wie folgt: Schließt ein B2B-Kunde einen Vertrag auf einer maßgeschneiderten Next.js-Landingpage ab, sendet ein Stripe-Webhook das Zahlungsereignis an n8n. Die Workflow-Engine formatiert die Kundendaten, ruft POST /v1/invoices in Lexware Office auf und generiert eine GoBD-konforme ZUGFeRD-Rechnung. Gleichzeitig wird das generierte PDF an den Kunden gemailt und im internen Firmenarchiv abgelegt – vollkommen ohne menschlichen Handgriff.

Die FinTech-Brücke: Beispiel Finom-Integration

Wie auf modernen Bank- und Geschäftskonto-Plattformen (z. B. Finom) ersichtlich, ermöglicht die offene Architektur spezialisierte 2-Wege-Synchronisationen: Transaktionen des Geschäftskontos werden in Echtzeit an Lexware Office gemeldet (Lexware Office transactions), während Belegbilder und Ausgangsrechnungen synchronisiert werden (Lexware Office belege). Dadurch entfällt der manuelle Download von Monatsauszügen vollständig.

6. Tarife, Lizenzmodelle und Kosten-Nutzen-Vergleich

Transparenz bei den Betriebskosten ist für kleine und mittlere Betriebe essenziell. Lexware Office verfolgt ein gestaffeltes monatliches Abonnement-Modell ohne Mindestvertragslaufzeiten, das sich flexibel an den jeweiligen Wachstumsgrad anpasst:

Tarif S (ca. 6,90 € / Monat)

Reines Belegmanagement, mobiles Scannen, Online-Banking mit Zahlungsabgleich und Kanzleizugriff. Ideal für Einzelunternehmer, die Rechnungen extern schreiben.

Tarif M (ca. 12,90 € / Monat)

Ergänzt Tarif S um professionelle Rechnungs- und Angebotserstellung, Kundenverwaltung und Online-Zahlungsannahme (PayPal, Kreditkarte).

Tarif L (ca. 19,90 € / Monat)

Ergänzt Tarif M um Kassenbuch, erweitertes Mahnwesen, Lieferscheinverwaltung und flexible Beleg-Layouts für anspruchsvollere Betriebe.

Tarif XL (ca. 29,90 € / Monat)

Voller Funktionsumfang inklusive E-Rechnungsausstellung (ZUGFeRD/XRechnung), Serienrechnungen, Umsatzsteuer-Voranmeldung via ELSTER und API-Zugriff.

Kostenfalle: Zusätzliche Aufwände bei Lohnabrechnung

Das Modul Lohn & Gehalt ist eine optionale Erweiterung (ab ca. 11,90 € Grundpreis plus ca. 2,50 € pro abgerechnetem Mitarbeiter und Monat). Wer das Modul bucht, spart zwar externe Lohnbürogebühren, muss jedoch die Stammdatenpflege bei Krankenkassenmeldungen und betrieblicher Altersvorsorge sorgfältig intern gewährleisten.

Im Vergleich zu traditionellen On-Premise-Lizenzen, die oft vierstellige Einmalkosten für Serverhardware, manuelle Sicherungssysteme und jährliche Update-Pakete verursachten, bietet das SaaS-Modell von Lexware Office ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Insbesondere der Tarif XL rechnet sich für die meisten B2B-Unternehmen bereits durch die Zeitersparnis bei der automatischen E-Rechnungs- und DATEV-Synchronisation innerhalb der ersten Arbeitswoche.

7. Sicherheit, GoBD-Konformität und Revisionssicherheit

Im deutschen Steuerrecht ist die formale Ordnungsmäßigkeit der Buchführung von existenzieller Bedeutung. Eine Betriebsprüfung durch das Finanzamt setzt voraus, dass kein Beleg nachträglich spurlos geändert oder gelöscht werden kann. Bei Nichteinhaltung der GoBD droht die Verwerfung der Buchführung und empfindliche Hinzuschätzungen.

Unveränderbare Belegfestschreibung

Sobald eine Ausgangsrechnung final versendet oder ein Eingangsbeleg gebucht wird, friert Lexware Office den Datensatz ein. Nachträgliche Korrekturen sind ausschließlich über nachvollziehbare Stornobuchungen möglich.

Zertifiziertes Hosting in Deutschland

Alle Server stehen in Frankfurt am Main und Karlsruhe. Vollständige Einhaltung der europäischen DSGVO ohne Übermittlung sensibler Finanzdaten in unsichere Drittstaaten.

Automatischer GDPdU/GoBD-Export

Auf Knopfdruck generiert das System standardisierte Exportpakete für den Prüfer des Finanzamts (inklusive Index-Dateien und Beleg-Hashes nach Z3-Standard).

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)

Absicherung des Kanzlei- und Mitarbeiterzugangs über zeitbasierte Einmal-Passwörter (TOTP) zum Schutz vor Session-Hijacking und unberechtigtem Datenzugriff.

Zusätzlich stellt Haufe-Lexware ein strukturiertes Muster für die gesetzlich geforderte Verfahrensdokumentation bereit. Unternehmen können damit gegenüber den Finanzbehörden lückenlos nachweisen, wie Belege digital erfasst, verarbeitet, archiviert und vor Datenverlust geschützt werden.

8. Fazit & Quick-Check: Für wen eignet sich Lexware Office?

Lexware Office hat sich im Jahr 2026 als eine der ausgereiftesten und benutzerfreundlichsten Buchhaltungsplattformen im DACH-Raum etabliert. Für kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe, Digitalagenturen und E-Commerce-Händler liefert die Plattform ein rundes Gesamtpaket: Die E-Rechnungspflicht wird geräuschlos erfüllt, die Bankenanbindung funktioniert stabil, und die Kanzleianbindung über die DATEV-Datenservices spart messbar Arbeitszeit und Honorarkosten.

Grenzen erreicht das System erst bei sehr komplexen industriellen Anforderungen: Wer mehrstufige Fertigungsstücklisten (BOMs), automatisierte Hochregallager-Verwaltung oder internationale Konzerne mit Dutzenden Tochtergesellschaften und Fremdwährungskonsolidierung steuern muss, benötigt ein ausgewachsenes Enterprise-ERP wie SAP S/4HANA oder Odoo. Für die breite Masse des deutschen Mittelstands ist Lexware Office jedoch eine der wirtschaftlichsten und zukunftssichersten Entscheidungen.

Quick-Check: Ist Lexware Office die richtige Wahl für Ihr Unternehmen?

Sie suchen eine GoBD-konforme Lösung ohne lokale Serverwartung und IT-Aufwand.
Sie müssen ab 2026/2027 rechtskonforme ZUGFeRD- und XRechnungen erstellen und empfangen.
Ihr Steuerberater nutzt DATEV und wünscht eine digitale Belegübergabe ohne Pendelordner.
Sie möchten Online-Banking, Zahlungsabgleich und Fakturierung in einer Anwendung bündeln.

Möchten Sie Ihre Buchhaltung und API-Schnittstellen automatisieren?

Kostenlose Erstberatung vereinbaren

9. Offizielle Quellen & Primärdokumentation

Haben Sie eine Vision?

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie wir Ihre Idee zum Fliegen bringen.

Jetzt kostenloses Strategiegespräch buchen

Erweitertes Fachglossar

Lexware Office

Die Cloud-Unternehmenssoftware von Haufe-Lexware für KMU, Selbstständige und Kanzleien zur GoBD-konformen Rechnungsstellung, automatisierten Belegverarbeitung und direkten DATEV-Anbindung.

DATEV Rechnungsdatenservice 1.0

Eine standardisierte Cloud-Schnittstelle von DATEV, die Rechnungsdaten und digitale Belegbilder aus Vorsystemen wie Lexware Office direkt in DATEV Unternehmen online überträgt.

ZUGFeRD

Ein hybrides elektronisches Rechnungsformat, das eine visuelle PDF-Datei mit eingebetteten, maschinenlesbaren XML-Daten nach europäischer Norm EN 16931 kombiniert.

GoBD

Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff.

Alexander Ohl

Alexander Ohl

Pragma-Code Support (AI) • Online

Hallo! Ich bin der Pragma-Code Assistent. Wie kann ich Ihnen heute helfen? Sie können mich zu unseren Dienstleistungen befragen oder direkt ein Thema auswählen.